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Messung der Wetterstrahlung

1. Einleitung

Wetterantenne
Abb. 1: Wetterantenne.

Strahlenden Sonnenschein kennt jeder. Aber Wetterstrahlung? So wenig bekannt dies ist, so leicht messbar ist es: die irdische Atmosphäre funkt. Und zwar in Form langwelliger, elektromagnetischer Pulse, auch Sferics genannt, oder früher Luftstörer. Die bis heute umstrittene Frage ist, ob dieser Strahlung biologische oder prognostische Funktion zukommt oder nicht. Der Deutsche Wetterdienst meint heute "Nein", hat aber bis in die 1950er Jahre in dieser Richtung geforscht, wie vor dem zweiten Weltkrieg weltweit sehr viele [1]. Mit Beginn der 1990er Jahre verschwand allmählich die Forschung zur prognostischen oder biologischen Nutzung der Sferics aus den öffentlichen Forschungseinrichtungen - sehr zum Leidwesen einiger Forscher, die erfolgreich auf diesem Gebiet arbeiteten, und womöglich auch zu Ungunsten unserer Gesellschaft.

Der bekannteste jüngere Fall erfolgreicher, allerdings weitgehend ignorierter Fortschrittserarbeitung kam aus der Industrieforschung einer Münchner Druckerei. Hans Baumer hatte dort in jahrzehntelanger Arbeit herausgefunden, dass bestimmte Qualitätsschwankungen des damals üblichen Farbdruckverfahrens spezifisch wetterstrahlungsbedingt waren. Ein Faraday-Käfig beseitigte zwar einen Teil der Schwankungen [2], aber erst die elektronische Analyse der Strahlung verbesserte die Produktionsstabilität signifikant [3,4].

In der Folge stellte sich immer mehr heraus, dass die analysierte Strahlung hervoragend mit einer ganzen Reihe von meteorologischen [5] und biochemischen Phänomenen [6] korrelierte. Später gelang auch die künstliche Reproduktion der Impulsstrahlung und deren Wirkung [7], sowie auch die hochsignifikante Korrelation mit einigen Krankheitsbildern (z.B. [8]).

Diesen Erfolgen stand jedoch von Anfang an massives Mißtrauen seitens der etablierten Wissenschaft gegenüber. Hans Baumer beschreibt dies eindringlich in seinem Buch [9]. Nicht zuletzt diesem Mißtrauen war es zu verdanken, dass bisher alle ökonomischen Nutzungsversuche scheiterten. So bleibt das Thema Wetterfühligkeit in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute weitgehend ein Mysterium. Allerdings: es gibt einige Initiativen, die aktiv an der Entschlüsselung der Wetterstrahlung arbeiten!



2. Situation der Wetterstrahlungsforschung 2012

Im Sommer 2012 sind uns drei Aktivitätszentren bekannt, die sich in Deutschland aktiv um die Vertiefung des Verständnisses der Wetterstrahlung bemühen. Alle drei sind private Initativen. Sie sind gruppiert um:

Diese drei setzen unterschiedliche Schwerpunkte, und sie beurteilen die Vorarbeiten von Baumer und anderen unterschiedlich. W. Friese bearbeitet vor allem die Hardware-Seite der Wetterstrahlungsentschlüsselung und verkauft die unterschiedlichsten Empfangs- und Filtergeräte. Auch wir verfügen über eine seinerEmpfangsanlagen. Florian König arbeitet vor allem daran, die Sferics akustisch aufzunehmen und deren Biotropie anhand von Wasserfallspektren zu analysieren. F. König hat seine Dissertation über dieses Thema geschrieben (siehe hier). Mit ihm stehen wir in enger Korrespondenz. Walter Sönning schließlich arbeitet unermüdlich daran, durch seine Publikationstätigkeit die Erinnerung an die Baumer'schen Funde und seine Mitarbeit daran wachzuhalten, insbesondere im Hinblick auf die athermischen Folgen der Mobilfunkstrahlung für Mensch und Natur. Auch mit Herrn Sönning stehen wir in enger Korrespondenz. Er hat unsere Arbeit bereits in vielfältiger Weise unterstützt.

Vor diesem Hintergrund versucht der Innovations- und Simulationsservice das Wissen um die Wetterstrahlung zu konkretisieren, zu vertiefen und schließlich technisch nutzbar zu machen. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass heute die Geräte, die Baumer damals baute oder bauen liess, nicht mehr aufzufinden sind. Wir sind also auf schriftliche und mündliche Aufzeichnungen angewiesen. Da wir diese Arbeit als gemeinnützig ansehen, treiben wir die Entwicklung als Open-Source-Projekt voran. Unseren Entwicklungstand skizzieren wir daher öffentlich. Wir freuen uns, wenn sich daraus ein Austausch mit ernsthaft interessierten ergibt.



3. Die technische Aufgabe bei der Entschlüsselung der Wetterstrahlung

Es hat einige Mühe gekostet, aus dem Wust an Veröffentlichung und Notizen die wesentliche technische Grundaufgabe zu extrahieren. Wir glauben, dass es uns inzwischen gelungen ist. Die Aufgabe zielt auf die Fragen: a) Welche Antennenart, b) welche Verstärkertechnik und c) welche Filtermethodik ist am besten geeignet?

Zu Antennenart und Verstärkertechnik hat W. Friese ausführliche Vorarbeit geleistet, auf die wir z.T. zurückgreifen können. Nach der Ansicht von Herrn Friese ist die Aufgabe der geeigneten Filtermethodik allerdings nicht lösbar. Seiner Erfahrung nach ist es unmöglich, einen Bezug zwischen elektromagnetischer Aktivität der Atmosphäre und dem Wetter herzustellen, ganz im Widerspruch zu den Arbeiten Baumers. Sönning und König glauben das nicht, und auch wir sind der Ansicht, dass es hier noch immer ungenutzte Spielräume gibt. Sie liegen unserer Einschätzung vor allem in der computergestützten Signalanalyse.

Wetterantenne
Abb. 2: Wasserfallspektrum einer Sferics-Aufnahme. Sferics links als waagrechte Linien, rechts deutlich erkennbar das DCF77-Zeitsignal als unterbrochene, senkrechte Linie.

Heutige HDA-Soundkarten sind schnell genug, um mit einer geeigneten Verstärkertechnik Trägersignale bis 96 kHz zu decodieren. Die folgende Aufnahme vom 16. August 2012, die mit einer entfilterten Friese-Anlage in Sachsen gemacht wurde, zeigt dies (mp3-Kompression auf 44,1 kHz Samplingrate, erfordert html5):

Abbildung 2 zeigt ein Teil-Spektrogramm der originalen 192kHz-wav-Datei. Die Sferics sind als waagrechte Striche zu erkennen und in der Aufnahme als Prasseln zu hören. Eine gute Verifikation der Aufnahmequalität gibt das DCF77-Signal des Zeitsenders in Mainflingen auf 77,5 kHz (senkrechte, unterbrochene Linie rechts in der Abb. 2). Außerdem sind um 20 kHz noch einige weitere technische Trägersignale zu erkennen.

Die filtertechnische Aufgabe lautet nun: Wie analysiert man den Frequenzgehalt der kurzen Sferic-Pulse in Gegenwart starker technischer Trägersignale? Hans Baumer hat diese Aufgabe durch eine hochkomplexe, analoge Schaltung gelöst. Seine Schaltung lässt sich heute leider nicht mehr rekonstruieren. Deren logischer Gehalt aber ist unserer Einschätzung nach eindeutig. Derzeit sind wir damit beschäftigt, zu klären, welche Filterstufen analog und welche digital zu realisieren sind. Unstrittig ist, dass eine reine Fast-Fourier-Transformation des Rohsignals auf keinen Fall ausreicht. Unstrittig ist auch, dass die Amplitude des Signals weniger wichtig ist als dessen Frequenzgehalt. Im Moment experimentieren wir mit einigen vielversprechenden mathematischen Ansätzen.
Über Vorschläge oder Anregungen freuen wir uns aber immer!



4. Ausblick

In den nächsten Monaten wird sich zeigen, in wie weit elektrische oder magnetische Antennen und analoge oder digitale Filtermethoden zum Erfolg führen. Sicher ist, dass jegliche Erkenntnisse weitreichende Nutzungsmöglichkeiten für medizinische, biologische und verkehrstechnische Anwendungen bieten werden. Daher ist jede Art der Unterstützung erstens willkommen und zweitens nützlich und zielführend! Der weitere Stand wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht.

nvf, 5.Sept.2012


5. Literatur

  1. H. Meinhold: Die Peilung atmosphärischer Störungen zum Zwecke der Wetterprognose. In: Berichte des DWD in der US-Zone, Nr. 26, S. 3-8, 1951.
  2. H. Baumer und J. Eichmeier: Elimination of Meteorotropic Coagulation of Gelatin Films by Means of a Faraday Cage. In: Int. J. Biometeor., Nr. 22-3, S.227-232, 1978. Vorsicht: Enthält einen folgenschweren Druckfehler auf Seite 2 (bzw. 228): Die noch nicht erklärten Diffusionszeitfluktuation variierten nicht im Bereich "-20% to 11%", sondern von -20% bis +110%.
  3. H. Baumer und J. Eichmeier: Relationship between the Pulse Rate of Atmospherics and the Diffusion Time of Ions in Gelatin Films. In: Int. J. Biometeor., Nr. 24-3, S.271-276, 1980.
  4. H. Baumer und J. Eichmeier: Eine Anlage zur Registrierung der Atmospherics bei 10 kHz und 27 kHz. In: Arch. Met. Geoph. Biokl., Ser. A, Nr. 29, S. 143-155, 1980.
  5. H. Baumer, W. Sönning und J. Eichmeier: Correlation Between the Pulse Rates of Atmospherics and Temperature Variations. In: Int. Journ. of Biomet., Nr. 32-4, S.271-274, 1988.
  6. S. Vogl, G. Hoffmann, B. Stöpfel, H. Baumer H, O. Kempski, G. Ruhenstroth-Bauer: Significant correlations between atmospherics apectra according to Baumer and the in vitro corporation of [3H]-Thymidine into the nuclear DNA of C6-Glioma Cells. In: Fed. Eur. Biochem. Soc. Lett., Nr. 288(1-2), S. 244-246, 1991
  7. G. Ruhenstroth-Bauer, G. Hoffmann, S. Vogl, H. Baumer, R. Kulzer, J. Peters und F. Staub: Artificial simulation of naturally occurring biologically active Atmospherics In: Electromagn. Biol. Med., Nr. 13-1, S. 85-92, 1994.
  8. G. Ruhenstroth-Bauer, S. Vogel, H. Baumer, C. Moritz, H.-M. Weinmann: Natural atmospherics and occurrence of seizures in six adolescents with epilepsy: a cross correlation study. In: Seizure, Nr. 4-4, S. 303-306, 1995.
  9. H. Baumer: Die Endeckung der Wetterstrahlung. Rowohlt Verlag, ISBN 3-498-00487-5, 1987.


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